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Chemischer Holzschutz

Montag, 25 November 2013 22:32 geschrieben von  Freigegeben in renovieren / restaurieren Gelesen 2918 mal
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Chemischer Holzschutz Chemischer Holzschutz © anyaivanova - Fotolia.com
Wenn Sie Ihre Wohnung sanieren oder ihr Dach neubauen oder umbauen, müssen Sie sich Gedanken über den Holzschutz machen. Es gibt einmal, den chemischen Holzschutz und den konstruktiven baulichen Holzschutz. Sie können sich einiges an chemischen Holzschutzmitteln sparen wenn Sie beim konstruktiven / baulichen Holzschutz einige wichtige Tipps beachten.

 

Als nächstes gebe ich zu Bedenken dass vor vielen Jahren hochgiftige Mittel wie Lindan und Pentachlorphenol (PCP) verbaut wurden und keiner wusste wie die chemischen Holzschutzmittel auf den Menschen wirken. Sicher sind wir heute weiter, aber vielleicht gibt es in heutigen Holzschutzmitteln, Wirkstoffe die mit der derzeitigen Technik nicht nachgewiesen werden können oder nicht als schädlich eingestuft werden. Also gehen Sie sparsam mit Holzschutzmitteln um und versuchen Sie im Innenbereich / Wohnbereich vom Haus darauf zu verzichten.

Wenn Sie ihren Dachboden ausbauen möchten, sollten Sie sich über die früher verwendeten Holzschutzmittel informieren oder den um/ausgebauten Dachboden auf Belastung durch Holzschutzgifte testen lassen.

Vorteile chemischer Holzschutz

Nun wollen wir den chemischen Holzschutz nicht komplett verteufeln. Es gibt  Bereiche in denen macht es durchaus Sinn mit chemischen Holzschutzmitteln zu arbeiten. 

Beim Holzschutz unterscheidet man zwischen chemischen Imprägnierungen und dekorativen Holzschutz. Der Holzschutz verlängert die Lebensdauer und Haltbarkeit der Hölzer. Chemische Holzschutzmittel helfen beim Holzschutz im Außenbereich.

 

Es gibt verschiedene deckende Holzschutzanstriche mit einer Auswahl an Farben. Diese sind meistens auf Acrylbasis also wasserlöslich. Die Anstriche kennt man aus den skandinavischen Ländern. Die weinroten oder weissen Anstriche sind hier für bekannt. Sie schützen vor starker Verwitterung durch die salzhaltige Seeluft und verschliesst die Poren und das Hirnholz der Bretter und Balken gegen den Befall durch Holzschädlinge.

Bei den nicht  deckenden Holzschutzanstrichen unterscheidet man zwischen Lacklasuren und Imprägnierlasuren. Die Lasuren werden oft dort angewendet wo die Holzstruktur sichtbar bleiben soll. Oft werden Gartenlauben aus Holz mit diesen Holzschutzanstrichen versehen. Auch hier wird eine Schutzschicht aufgebracht, die das Holz vor der Zerstörung durch Wettereinflüsse und Schädlinge schützt. Dieser Holzschutz funktioniert sofort nach dem aufstreichen.

Der natürliche Holzschutz braucht eine Weile bevor er das Holz schützt.

Beachten Sie bitte, hier ist nicht "Viel hilft Viel" angesagt. Eine genaue Dosierung der chemischen Holzschutzmittel ist eine Notwendigkeit. Zuviel kann die zulässige Menge an chemischen Mitteln übersteigen und für Menschen schädlich sein.

Arbeiten Sie mit empfohlenen Schutzanzügen und/oder Schutzhandschuhen.

Karsten